Drei Einsätze bei extremer Hitze – Feuerwehr Coswig mehrfach gefordert

Ein einsatzreicher Sonntagnachmittag liegt hinter den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Coswig. Innerhalb weniger Stunden wurden die Einsatzkräfte zu zwei überörtlichen Vegetationsbränden sowie einem ausgelösten Heimrauchmelder alarmiert. Neben den anspruchsvollen Einsatzlagen stellte insbesondere die extreme Hitze mit Temperaturen von über 38 Grad eine zusätzliche Herausforderung dar.

 

Der erste Alarm erreichte die Feuerwehr Coswig gegen Mittag. Mit dem Tanklöschfahrzeug unterstützten die Einsatzkräfte die Brandbekämpfung bei einem rund fünf Hektar großen Waldbrand im Bereich Garsebach. Gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren aus Garsebach, Niederau, Weinböhla, Coswig, Heynitz, Wendischbora-Ilkendorf und Lommatzsch wurde der Brand bekämpft. Die Coswiger Einsatzkräfte waren dabei sowohl in der direkten Brandbekämpfung als auch beim Aufbau der Löschwasserversorgung und im Pendelverkehr zur Sicherstellung der Wasserversorgung eingesetzt.

 

Noch während dieses Einsatzes erfolgte die nächste Alarmierung zu einem Einsatz nach Diera-Zehren. Dort stand ein rund 40 Hektar großes Feld in Flammen. Gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren aus Diera, Zehren, Meißen, Nossen, Weinböhla, Pirna und Bernsdorf unterstützten die Coswiger Einsatzkräfte die Brandbekämpfung. Neben der direkten Brandbekämpfung wurden Brandränder abgelöscht und umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.

 

Neben der hervorragenden Zusammenarbeit der eingesetzten Feuerwehren bleibt uns vor allem die große Hilfsbereitschaft der Anwohnerinnen und Anwohner in Erinnerung. Trotz der extremen Hitze wurden die Einsatzkräfte spontan mit Getränken versorgt, und vielerorts boten Bürgerinnen und Bürger ihre Unterstützung an. Diese Wertschätzung und Solidarität sind alles andere als selbstverständlich und haben die Arbeit aller Beteiligten spürbar erleichtert. Für diese großartige Geste und den gelebten Zusammenhalt möchten wir uns herzlich bedanken.

 

Während ein Teil unserer Einsatzkräfte weiterhin bei den beiden Vegetationsbränden im Einsatz gebunden war, erfolgte bereits die nächste Alarmierung zu einem ausgelösten Heimrauchmelder in der Naundorfer Straße in Coswig. Um den Grundschutz für das Stadtgebiet sicherzustellen, unterstützte uns die Freiwillige Feuerwehr Radebeul-Kötzschenbroda bei diesem Einsatz. Nach der Kontrolle der betroffenen Wohnung konnte jedoch schnell Entwarnung gegeben werden. Weder Rauch noch Feuer oder andere Gefahren konnten festgestellt werden, sodass der Einsatz als Fehlalarm beendet wurde.

 

Alle drei Einsätze fanden bei Temperaturen von über 38 Grad statt. Besonders Vegetationsbrände bedeuten unter diesen Bedingungen eine enorme körperliche Belastung. Schwere Schutzkleidung, intensive Löscharbeiten und die zusätzliche Wärmestrahlung der Brände verlangen den Einsatzkräften ein Höchstmaß an Konzentration, Ausdauer und körperlicher Leistungsfähigkeit ab. Umso wichtiger sind ausreichende Flüssigkeitszufuhr, regelmäßige Erholungsphasen und eine gute Zusammenarbeit aller eingesetzten Kräfte, um auch unter solchen Extrembedingungen jederzeit schlagkräftig handeln zu können.

 

Unser Dank gilt allen beteiligten Feuerwehren sowie den zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, die die Einsatzkräfte während der lang andauernden Einsätze unterstützt haben. Die Ereignisse dieses Tages haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig eine funktionierende überörtliche Zusammenarbeit und der starke Rückhalt aus der Bevölkerung sind. Gemeinsam konnten die außergewöhnlichen Einsatzlagen erfolgreich bewältigt werden.

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Mo, 29. Juni 2026